Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser fordert ostdeutsche Bundespräsidentin und kritisiert Vermögensungleichheit
Anlässlich des Tags der Deutschen Einheit sprach Elisabeth Kaiser, die Ostbeauftragte, sich für die Nominierung einer ostdeutschen Frau als Bundespräsidentin aus. Sie betonte, dass die Zeit reif für eine solche Entscheidung sei und kritisierte die anhaltende Ungleichheit zwischen Ost- und Westdeutschland, insbesondere in Bezug auf Erbschaften und Vermögensverteilung. Kaiser präsentierte Zahlen, die zeigen, dass 95 Prozent des Erbvermögens im Westen vererbt werden und forderte einen Vermögensausgleich durch eine reformierte Erbschaftsteuer. Sie argumentierte, dass die Berücksichtigung ostdeutscher Perspektiven entscheidend für die Einheit Deutschlands sei und dass soziale Mobilität im Osten durch finanzielle Ungleichheiten erschwert werde. Ihr Appell an die Politik, die Unterschiede zwischen Ost und West nicht zu ignorieren, stieß auf breite Unterstützung.
DIE ZEIT, tagesschau.de, ZDFheute, WELT, Deutschlandfunk, SZ.de, web.de, taz.de, 1und1.de, STERN.de